<< Juni 2013 >> 
 Mo  Di  Mi  Do  Fr  Sa  So 
       1  2
  3  4  6  7
10111213141516
171819202123
24252627282930

Willkommen in unserer Community!
Jetzt Registrieren

Newsletter

Anmeldung:


Empfange HTML?
Start Über uns Jugendgruppe young-n-queer Schulprojekt für Schüler
Plakataktion an Schulen PDF Drucken E-Mail

Plötzlich kommt der Moment, in dem Du denkst – “bin ich vielleicht nicht hetero? Bin ich vielleicht gay?” – Unsicherheit, vielleicht sogar Angst kommt in Dir auf. “Nicht normal!” Schießt es Dir in den Kopf – was werden sie sagen, die Freunde, die Eltern, die anderen Verwandten und Bekannten? Ja sogar was die Nachbarn oder jeder x-beliebige Mensch, dem Du über den Weg läufst, denken könnte, wird zum Problem. Es könnte ja jemand sehen oder herausfinden.

So, oder so ähnlich geht’s nicht wenigen, die den Verdacht haben nicht heterosexuell zu sein. Selbst wenn kein Grund dafür besteht, das Bekannte oder Verwandte “es” herausfinden würden, ziehen sich manche Sicherheitshalber zurück. Besser wird die Situation dadurch allerdings selten.

Schwul oder lesbisch zu sein heißt, sich sowohl emotional (also gefühlsmäßig) als auch sexuell zum gleichen Geschlecht hingezogen zu fühlen. Man verliebt sich also ins gleiche Geschlecht und findet es auch sexuell attraktiv. Soweit die einfache, theoretische Definition.

Ob Du schwul bzw. lesbisch – oder bisexuell bist, kann niemand – außer Du selbst – zutreffend beantworten. Du musst selbst herausfinden, was Du bist. Daran führt kein Weg vorbei.

Oftmals kommt auch die Frage auf, ob “es” nicht vielleicht nur eine Phase sein könnte. Gerne werden Jugendliche im Forum einer sehr großen deutschen Jugendzeitschrift von anderen Usern mit diesem Hinweis “beruhigt”, wenn sie von sexuellen Kontakten oder von Verliebtheitsgefühlen zum eigenen Geschlecht berichten. Wenn jemand schon einigermaßen sicher ist, schwul oder lesbisch zu sein, wird er bzw. sie wieder verunsichert. Sprüche wie “in dem Alter kannst Du das doch noch nicht wissen!”, sind neben regelmäßigen Beleidigungen und abfälligen Kommentaren an der Tagesordnung.

Tatsächlich gibt es allerdings nicht wenige, die in der Pubertät homosexuelle Phantasien oder sexuelle Kontakte mit dem gleichen Geschlecht haben – die sich aber nicht langfristig zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen. Ein ein- oder manchmal auch mehrmaliger sexueller Kontakt zwischen zwei Jungs oder zwei Mädchen aus Neugierde (gerade zu Beginn der Pubertät!) oder ähnliche Erlebnisse, bedeuten nicht, das man schwul bzw. lesbisch ist. Genausowenig bedeutet freilich ein ein- oder mehrmaliger heterosexueller Kontakt (Junge schläft mit Mädchen), dass man heterosexuell ist.

Manche merken hingegen sehr bald, das sie sich hauptsächlich oder ausschließlich – oder jedenfalls teilweise – sowohl emotional als auch sexuell zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen – ohne dass sich daran etwas ändern würde – für diese Menschen hat die “Phase” kein Ende.

Es hat keinen Sinn, gegen seine Gefühle und seine sexuelle Orientierung anzukämpfen. Diesen Kampf gegen sich selbst kann man nur verlieren.

Manche haben Angst vor’m Coming Out. Weil die anderen vielleicht negativ reagieren oder weil man sich selbst nicht akzeptiert. Gerade in der Schule ist die Angst groß z.B. als "schwule Sau" oder "Kampflesbe" beschimpft zu werden. Als erste-Hilfe-Maßnahme kann es sinnvoll sein, Kontakt zu anderen Schwulen & Lesben zu suchen, mit denen man Reden kann. Es ist auch gut, zu einer schwul-lesbischen Gruppe zu gehen: denn es ist sehr angenehm, nicht in der Minderheit zu sein.

Genau dafür steht unsere Jugendgruppe young 'n' queer. Wir bieten Euch neben den regelmäßigen Gruppentreffen jeden 2. Donnerstag im Monat ein vielseitiges Programm. So zum Beispiel Bar- und Cocktail-Workshops, Film- und Spieleabende mit gemeinsamem Kochen und Übernachtungen in unserem Fort, Outdoor-Aktivitäten wie Nachtwanderungen oder Geo Caching und vieles mehr. Neben alledem und der gemeinsamen Freizeit ist uns aber auch vor allem wichtig, dass ihr mit Euren Fragen, Sorgen und Gedanken rund um das Thema Homosexualität mit allem, was dazugehört, nicht allein im Regen steht. Auch hier wollen wir Ansprechpartner sein für Themen wie z.B. das Coming Out, oder andere Dinge, die Euch beschäftigen.

Bei uns fühlt sich auch niemand als Außenseiter, weil er gay ist – alle anderen sind’s ja auch. Wenn Du Lust hast komm einfach mal jeden 2. Donnerstags bei uns vorbei. Schau Dir alles selber an! Anmelden musst Du Dich nicht. Kannst Du aber, wenn Du Dich dann sicherer fühlst. Wir freuen uns auf Dich! Du kannst selbstverständlich auch Freunde oder Freundinnen mitbringen!