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Konferenz Tabuisierung  von häuslicher Gewalt in den L(G)BT-Communities

Samstag 14. Oktober bis Sonntag, 16. Oktober - Frankfurt

Die Konferenz „Tabuisierung von Gewalt in der PartnerInnenschaft in den L(G)BT Communities“ beschäftigt sich mit dem Schweigen der Communities zu Gewalt in der Beziehung.
Im gesamten Lebenslauf können lesbische Frauen Gewalt in der Partnerinnenschaft oder im familiären Kontext erleben. Diesen Gewalterfahrungen begegnen die L(G)BT Communities in der Regel mit Schweigen. Im europäischen LARS Projekt wurden Ansätze entwickelt, das Thema anders als bisher in die lesbisch-schwulen-trans Communities zu transportieren.
Näher beleuchtet werden im zweiten Teil der Konferenz verschiedene Lebenssituationen, in denen besondere Abhängigkeitsverhältnisse bestehen. Das kann Gewalt besonders befördern.
Aus den unterschiedlichen Abhängigkeitskontexten von Gewalt ergibt sich die Notwendigkeit von vielfältigen Lösungsansätzen. Wie wird in der Jugendarbeit mit dem Tabu der Gewalt in familiären Nahraum eingegangen? Welche Thematisierung erfahren Gewalt in der Partnerschaft und Diskriminierungserfahrungen in der Konzeption von ambulanter, stationärer und häuslicher Pflege?
Diesen Fragen und auch innovativen Lösungsansätzen zur Enttabuisierung von häuslicher Gewalt soll auf der Konferenz nachgegangen werden.

Flyer und Anmeldung



Verbotene Liebe: Ein Leben in Angst - ZeitzeugInnen berichten

Mo. 17.10.2011, 18.30 Uhr bis 20.30 Uhr - Saal 3 im Bayerischen Landtag

Bis Anfang der 1990er Jahre waren Schwule und Lesben aufgrund des Paragrafen 175 StGB Diskriminierung und Verfolgung  in Deutschland ausgesetzt. Gleichgeschlecht-liche Liebe war verboten. Dies bedeutete für die Betroffenen ein permanentes Leben in Angst – Angst vor Verrat, Angst vor Verfolgung, Angst vor Strafe. Was heute in Deutschland der Vergangenheit angehört, gilt immer noch in zahlreichen Staaten in Osteuropa, Ozeanien, Asien und Afrika. Auf homosexuelle Handlungen stehen oftmals langjährige Gefängnisstrafen bin hin zur Todesstrafe. In der Bevölkerung ist Homophobie in erschreckendem Ausmaß verbreitet. Die Flucht nach Europa ist oftmals der letzte Ausweg. Doch auch hier besteht die Gefahr der Diskriminierung – als MigrantIn und als HomosexuelleR.

In unserer Veranstaltung wollen wir zwei ZeitzeugInnen das Wort überlassen, die ihre gleichgeschlechtliche Liebe zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichen Lebenswelten heimlich leben mussten. Mit dem Münchner Erich Haas, 92 Jahre alt, möchten wir einen Blick zurück auf die Situation von Schwulen in den 1950er und 1960er Jahre werfen, als Homosexualität in Deutschland noch unter Strafe stand. Mit der lesbischen Journalistin Lilian Ikumet, die aufgrund ihrer Homosexualität fliehen musste und hier Asyl bekommen hat, möchten wir einen Blick über die Grenzen hinaus auf die katastrophale Situation von Lesben in Uganda werfen – ein Staat, in dem 2011 in letzter Minute ein Gesetz zur Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle verhindert werden konnte.

Programm und Anmeldung hier